Südcert Qualitätssicherungssysteme GmbH

Allgemeine Geschäftsbedingungen der 
Südcert Qualitätssicherungssysteme GmbH
zur Zertifizierung von Managementsystemen

1. Allgemeines

Die SÜDCERT zertifiziert Managementsysteme, soweit dies nicht im Zusammenhang einer Beratung geschieht. Inhouse-Schulungen zählen in dieser Hinsicht als Beratung. Die Unternehmen können damit den Nachweis zur Erfüllung der Forderungen von Managementstandards durch eine neutrale Zertifizierungsstelle erbringen. Die Verpflichtung und Sicherstellung der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der berufenen Auditoren ist durch die SÜDCERT gegeben. Durch die vorhandene Aufbau- und Ablauforganisation der SÜDCERT werden die von der DIN EN ISO/IEC 17021 vorgegebenen Kriterien erfüllt. Die Organisation und der Ablauf des Zertifizierungsverfahrens sind im Qualitätsmanagementhandbuch und den dazugehörigen Verfahrensanweisungen zum Ablauf der Zertifizierung dokumentiert.

2. Geltungsbereich

Dieser Vertrag gilt für die Vorbereitung auf das Zertifizierungs- oder Re-Zertifizierungsaudit, die Prüfung und Bewertung der Management-Unterlagen, das Zertifizierungs- oder Re-Zertifizierungsaudit, die Zertifikatserteilung und die Überwachungsaudits. Für alle Auftragsannahmen und Verträge gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und das Angebot an den Auftraggeber. Abweichende Geschäftsbedingungen einzelner Auftraggeber können grundsätzlich nicht anerkannt werden. Nebenabreden, Zusagen und sonstige Erklärungen der Mitarbeiter der SÜDCERT sind nur nach schriftlicher Bestätigung durch die SÜDCERT bindend. Voraussetzung zur Erteilung des SÜDCERT-Zertifikates ist ein mit positivem Ergebnis abgeschlossenes Zertifizierungs- oder Re-Zertifizierungsaudit und eine positive Empfehlung des Zertifizierungsprüfers.

3. Zertifizierungsvertrag

Mit dem erteilten Auftrag gelten für den Auftraggeber und die SÜDCERT folgende Bedingungen: Die SÜDCERT führt das Zertifizierungs- oder Re-Zertifizierungsverfahren durch und erteilt dem Auftraggeber bei Erfüllung der zutreffenden Normforderungen das entsprechende Zertifikat. Der Auftraggeber ist damit einverstanden, jegliche zur Auditierung erforderliche Information zur Verfügung zu stellen und die Zertifizierungsanforderungen einzuhalten. 

4. Verfahren

4.1 Vorbereitung auf das Zertifizierungsaudit

Auf Wunsch führt die SÜDCERT ein Informationsgespräch über den Ablauf des Zertifizierungs- oder Re-Zertifizierungsaudits beim Auftraggeber durch. Der Auftraggeber hat das Recht, die von der SÜDCERT vorgeschlagenen Auditoren unverzüglich nach deren Bekanntgabe abzulehnen. Auf Anfrage wird ihm mitgeteilt, an welchen Audits die Mitglieder des Auditteams in den letzten zwei Jahren vor dem Audit teilgenommen haben.

4.2 Prüfung der Management-Unterlagen

Die gültigen Management-Unterlagen des Auftraggebers (Handbuch und weitere mit geltende Unterlagen wie Verfahrens-, Arbeits-, und Prüfanweisungen) werden vom leitenden Auditor auf die Erfüllung aller zutreffenden Normforderungen geprüft. Grundlage dafür ist der SÜDCERT-Auditfragenkatalog. Der Auftraggeber erhält einen Bericht, in dem alle festgestellten Abweichungen zur zutreffenden Norm aufgeführt sind. 

4.3 Zertifizierungsaudit im Unternehmen

Das Zertifizierungsaudit wird gemäß der DIN EN ISO/IEC 17021 in zwei Stufen durchgeführt. Die SÜDCERT führt akkreditierte Zertifizierungsverfahren nach der vertraglich vereinbarten Norm beziehungsweise dem dort vertraglich vereinbarten Regelwerk einschließlich der jeweiligen allgemeingültigen Zertifizierungsstandards sowie der Vorgaben der Akkreditierungsstelle durch. Der Auftraggeber erhält den mit ihm abgestimmten Auditplan. Aufgabe des Unternehmens des Auftraggebers beim Audit ist es, die praktische Anwendung der in den Management-Unterlagen dokumentierten Verfahren nachzuweisen. Die Auditoren dürfen darüber hinausgehende Fragen stellen und Untersuchungen durchführen, wenn dies zur Bewertung der Erfüllung der Normforderungen notwendig ist. Nach Beendigung des Audits wird der Auftraggeber im Abschlussgespräch über das Auditergebnis unterrichtet. Mögliche Abweichungen werden erläutert. Die Termine zur Erledigung gegebenenfalls erforderlicher, vom Unternehmen festzulegender und durchzuführender Korrekturmaßnahmen werden vereinbart. Gegebenenfalls veranlasst der Auditleiter ein Nachaudit. Abschließend wird ein Auditbericht erstellt. Für den Gültigkeitszeitraum des Zertifikates ist das Datum des Zertifizierungsentscheides maßgebend. 

4.4 Zertifikatserteilung, Überwachungs- und Re-Zertifizierungsaudit 

4.4.1 Zertifizierung

Die SÜDCERT erteilt ein Zertifikat, wenn genügend Nachweise vorliegen, dass das begutachtete Managementsystem den normativen und rechtlichen Zertifizierungsvorgaben entspricht. Des Weiteren stellt die SÜDCERT dem Auftraggeber ein Logo der entsprechenden Norm zur Verfügung. Die Nutzung des Zertifikates und des Logos unterliegen den Einschränkungen gemäß der Ziffern 4.5.2 und 4.5.8.

4.4.2 Überwachungsaudit 

Ein Zertifikat ist drei Jahre gültig, falls jährlich Überwachungsaudits im Unternehmen mit positivem Ergebnis durchgeführt werden. Das Datum des ersten Überwachungsaudits nach der Erstzertifizierung darf nicht mehr als 12 Monate nach dem letzten Tag des Audits der Stufe 2 liegen. Für die weiteren Überwachungsaudits ist ein Zeitfenster von plus/minus drei Monaten nach dem letzten Tag der Erstzertifizierung einzuhalten. Zur Vorbereitung des Audits erhält der Auditor das gültige Managementhandbuch mit einer Auflistung aller vorgenommenen Änderungen im Unternehmen. Im Audit überprüft er stichprobenartig ausgewählte Managementelemente und erstellt einen Bericht.

4.4.3 Re-Zertifizierungsaudit

Durch ein Rezertifizierungsaudit im Unternehmen wird die Gültigkeit des Zertifikats bei Vorliegen der Voraussetzungen und bei positiver Bewertung der Ergebnisse für eine weitere Periode neu erteilt. Die Verpflichtung zu einem Rezertifizierungsaudit, sowie dessen Vornahme, bedarf eines neuen Vertrages zwischen der SÜDCERT und dem Auftraggeber.

4.5 Allgemeine Bedingungen

4.5.1 Pflichten und Verantwortung der SÜDCERT

Die SÜDCERT verpflichtet sich zur ordnungsgemäßen Durchführung des erteilten Auftrages. Die SÜDCERT verpflichtet sich, alle ihr zugänglich gemachten Informationen über das Unternehmen vertraulich zu behandeln. Falls die SÜDECRT aber gesetzlich verpflichtet oder vertraglich berechtigt ist, vertrauliche Informationen offen zu legen, so muss das Unternehmen darüber informiert werden. Außerdem erfolgt die ausführliche Berichterstattung an die Schiedsstelle in Streitfällen und bei Beschwerden. Die SÜDCERT haftet ausschließlich für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Weitergehende Ansprüche neben dem gesetzlichen Rahmen sind ausgeschlossen. Die Auditoren sind verpflichtet, beim Audit auf die korrekte Darstellung der Zertifizierung bei Werbemaßnahmen des Auftraggebers zu achten. Ergänzend dazu verpflichtet sich die SÜDCERT, den Auftraggeber bezüglich gravierender Änderungen (z.B. geändertes Verfahren, geänderte Normengrundlagen, usw.) zu informieren. Die Unparteilichkeit aller Personen, die am Zertifizierungsverfahren beteiligt sind, ist gegeben. Dies gilt ebenso für verbundene Stellen (Arbeitgeber, Partner).

4.5.2 Pflichten und Verantwortung des Auftraggebers

Alle sich auf das Qualitäts- bzw. Umweltmanagement beziehenden Unterlagen müssen zur Überlassung zur Verfügung stehen. Der Auftraggeber benennt einen Auditbeauftragten und gewährt den Auditoren Zugang zu den entsprechenden Stellen im Unternehmen. Der Auftraggeber verpflichtet sich, Begutachter von Akkreditierungsstellen an Witness-Audits in den Betriebsstätten des Auftraggebers teilnehmen zu lassen und Berichte über das Audit auf Anforderung den Akkreditierungsstellen zur Verfügung zu stellen. Der Auftraggeber ist verpflichtet nach erfolgter Zertifikatserteilung alle wichtigen Änderungen des QM- bzw. UM-Systems und alle Änderungen der Firmenstruktur und Organisation, die wesentlichen Einfluss auf das QM- bzw. UM-System haben, unverzüglich der SÜDCERT mitzuteilen. Alle Beanstandungen bezüglich seines QM- bzw. UM-Systems und deren Behebung sind zu dokumentieren. Der Zertifikatsinhaber kann das SÜDCERT-Zertifikat zu geschäftlichen Zwecken nützen, zum Nachweis gegenüber Bestellern und Behörden und zu Werbezwecken. Hierbei muss sichergestellt sein, dass keine irreführende Verwendung des Zertifikats erfolgt, bei der der Eindruck einer Produkt- oder Verfahrenszertifizierung entsteht. 

4.5.3 Aussetzung, Entzug und Annullierung des Zertifikates

Die SÜDCERT ist alleinig verantwortlich und berechtigt für ihre Entscheidungen in Bezug auf Zertifizierung, einschließlich der Erteilung, Verweigerung, Aufrechterhaltung der Zertifizierung, Erweiterung oder Einschränkung des Geltungsbereichs der Zertifizierung, Erneuerung, Aussetzung oder Wiederherstellung nach einer Aussetzung oder Zurückziehung der Zertifizierung. Sie ist berechtigt, das erteilte Zertifikat zeitlich befristet auszusetzen, wenn der Auftraggeber seine vertraglichen oder finanziellen Pflichten der SÜDCERT gegenüber nachweislich verletzt. Die SÜDCERT hat das Recht ein erteiltes Zertifikat zu entziehen, wenn es missbräuchlich oder vertragswidrig verwendet wird, wenn die Überwachung ergibt, dass wesentliche Voraussetzungen, die zum Zeitpunkt der Zertifikatserteilung gegeben waren, nicht mehr gegeben sind und innerhalb der vorgegebenen Frist nicht beseitigt wurden, wenn bei den Audits Täuschungen vorgenommen wurden oder wenn das bereitgestellte Logo oder Zertifikat vertragswidrig benutzt wurde. Die SÜDCERT hat das Recht ein erteiltes Zertifikat zu annullieren oder rückwirkend für ungültig zu erklären, wenn die Voraussetzungen für die Zertifikatserteilung ohne Verstoß des Anbieters nicht mehr gegeben sind. Handelt es sich um ein Matrixzertifikat, welches für mehrere Niederlassungen gilt, so gilt die Aussetzung/der Entzug/die Annullierung für alle Niederlassungen. Falls sich eine Niederlassung nicht an die genannten Vorgaben hält, kann es ebenfalls zur Aussetzung/zum Entzug/zur Annullierung des Matrixzertifikats kommen.

Die Aussetzung, der Entzug oder die Annullierung werden dem Auftraggeber schriftlich mitgeteilt und ohne mögliche Schadensersatzforderung rechtskräftig verbindlich, wenn nicht innerhalb von 4 Wochen schriftlich Beschwerde bei der SÜDCERT eingelegt wird. Wird die Zertifizierung durch die SÜDCERT ausgesetzt, entzogen oder annulliert, verliert der Zeichenbenutzer das Recht auf die Zeichenbenutzung. In diesem Fall darf der Zeichenbenutzer bereits vorhandene Unterlagen, Medien etc., die mit dem Zeichen versehen sind, noch höchstens einen Monat ab Rechtskraft der Aussetzung/des Entzugs/der Annullierung des Zertifikats benutzen. Die Rechtskraft der Aussetzung/des Entzugs/der Annullierung tritt vier Wochen nach Zustellung der Entscheidung über die Beschwerde durch den Beschwerdeausschuss ein, wenn der Zeichenbenutzer nicht schriftlich die Vorlage bei der zuständigen Akkreditierungsstelle fordert. Die Entscheidung dieser Akkreditierungsstelle als unabhängiger Institution ist für beide Seiten ohne mögliche Schadensersatzforderungen verbindlich und bewirkt mit der Zustellung unmittelbare Rechtskraft. Kosten, die der SÜDCERT von einer Akkreditierungsstelle in Rechnung gestellt werden, oder die der SÜDCERT direkt entstehen, hat der Zertifikatsinhaber zu tragen, wenn und soweit die entsprechenden Aktivitäten durch einen schuldhaften Verstoß des Zertifikatsinhabers, insbesondere gegen die AGB der SÜDCERT, veranlasst wurden. Dies gilt insbesondere auch, wenn die SÜDCERT auf Veranlassung einer Akkreditierungsstelle oder wegen eines sonstigen Hinweises tätig wird und sich diese Veranlassung als begründet erweist. In den Fällen, in denen es keine Akkreditierungsstelle gibt, muss Klage innerhalb von vier Wochen eingereicht werden, ansonsten ist die Entscheidung des Beschwerdeausschusses ohne mögliche Schadensersatzansprüche verbindlich. Auf Anfrage wird der Zertifizierungsstatus des Managementsystems des Kunden als ausgesetzt, zurückgezogen oder eingeschränkt angegeben.   

4.5.4 Aufzeichnungen und Verbleib der Unterlagen

Die SÜDCERT archiviert Aufzeichnungen über das Zertifizierungsverfahren, die Überwachungs- und die Wiederholungsaudits über sechs Jahre.

4.5.5. Unterrichtung bei Änderungen des Zertifizierungsverfahrens

Die SÜDCERT unterrichtet die Zertifikatinhaber bei wesentlichen Änderungen von betreffenden Normen oder des Zertifizierungs- und Überwachungsverfahrens. 

4.5.6. Verzeichnis der zertifizierten Unternehmen

Die SÜDCERT führt ein Verzeichnis der zertifizierten Auftraggeber. Die SÜDCERT führt diese Liste und gibt diese auf Anfragen an Dritte weiter.

4.5.7. Beschwerden

Der Auftraggeber oder interessierte Kreise müssen gegen Entscheidungen der SÜDCERT, die sie nicht akzeptieren, Beschwerde beim Leiter der SÜDCERT einlegen. Diese wird entsprechend der Geschäftsordnung des Beschwerdeausschusses behandelt. Dabei gelten die folgenden Vereinbarungen: Die Rechtskraft ohne mögliche Schadensersatzforderung tritt vier Wochen nach Zustellung der Entscheidung über die Beschwerde durch den Beschwerdeausschuss ein, wenn der Beschwerdeführer nicht bis dahin schriftlich die Vorlage bei der zuständigen Akkreditierungsstelle fordert und zustellt. Die Entscheidung der Akkreditierungsstelle als unabhängiger Institution ist für beide Seiten ohne mögliche Schadensersatzforderungen verbindlich und bewirkt mit der Zustellung unmittelbare Rechtskraft. Die Kosten für die Entscheidung, die der SÜDCERT von einer Akkreditierungsstelle in Rechnung gestellt werden, oder die der SÜDCERT direkt entstehen, hat der Zertifikatsinhaber zu tragen, wenn und soweit die entsprechenden Aktivitäten durch einen schuldhaften Verstoß des Zertifikatsinhabers, insbesondere gegen die AGB der SÜDCERT, veranlasst wurden. In den Fällen, in denen es keine Akkreditierungsstelle gibt, muss innerhalb von vier Wochen Klage eingereicht werden, ansonsten ist die Entscheidung des Beschwerdeausschusses ohne mögliche Schadensersatzansprüche verbindlich.     

4.5.8. Zeichenbenutzung

Zeichen sind das Zertifikat der SÜDCERT und übermittelte Logos. Zeichenbenutzer sind die Inhaber gültiger SÜDCERT-Zertifikate, deren Managementsystem durch die SÜDCERT zertifiziert wurde. Die SÜDCERT gestattet dem Zeichenbenutzer die Benutzung des Zeichens nur entsprechend den Bedingungen dieser AGB. Der Zeichenbenutzer stellt sicher, dass die Benutzung dieses Zeichens in der Werbung oder bei sonstigen Maßnahmen im Rahmen dieser Vorgaben erfolgt. Die Verwendung des Zeichens ist auf Firmen oder juristische Personen beschränkt und darf nicht ohne schriftliche Genehmigung der SÜDCERT auf Dritte oder Nachfolger übertragen werden oder Gegenstand einer Abtretung oder eines Abkaufs noch erzwungener Maßnahmen sein.

Auch darf das Zeichen nicht zur Kennzeichnung einzelner Produkte, auf Typenschildern oder Identifizierungsschildern verwendet werden, auch nicht im engen Zusammenhang mit den Produkten in einer Weise, die den Schluss zulässt, die Produkte selbst seien SÜDCERT zertifiziert. Die Aussage, auf Verpackungen und Begleitinformationen von Produkten, in Bezug auf das zertifizierte Managementsystem des Kunden muss sich auf die Benennung des zertifizierten Kunden, die Art des Managementsystems und der angewendeten Norm sowie die SÜDCERT beziehen. Die Aussage darf in keiner Weise darauf schließen lassen, dass das Produkt, der Prozess oder die Dienstleistung auf diese Weise zertifiziert ist.

Für die Benutzung des Zeichens, insbesondere auch im Rahmen der Werbung, ist der Zeichenbenutzer der SÜDCERT gegenüber verantwortlich. Die Zeichenbenutzung ist beschränkt auf den in der Zertifizierungsurkunde genannten Geltungsbereich der Zertifizierung des Unternehmens. Sie darf nur für geschäftliche Zwecke und lediglich auf Unterlagen für die geschäftliche Korrespondenz oder im Rahmen der Werbung erfolgen.

Das Recht auf Zeichenführung erlischt bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen dieser AGB und mit Ablauf des Gültigkeitsdatums der Zertifizierung. Erlischt das Recht auf Zeichenführung, so darf der Zeichenbenutzer bereits vorhandene Unterlagen, Medien etc., die mit dem Zeichen versehen sind, noch höchstens einen Monat ab dem Datum des Erlöschens benutzen.

4.6. Weitere Vorschriften bezüglich des Verfahrens

4.6.1.  Durchführung des Auftrages

Die von der SÜDCERT angenommenen Aufträge werden nach den anerkannten Regeln der Technik und - soweit nicht entgegenstehende Abmachungen schriftlich vereinbart sind - in der bei der SÜDCERT üblichen Handhabung durchgeführt. Keine Verantwortung wird übernommen für die Richtigkeit der den Prüfungen zugrunde liegenden Richtlinien und Vorgaben, sofern nicht ausdrücklich und schriftlich etwas anderes vereinbart wurde. Nebenabreden, Zusagen und sonstige Erklärungen der Mitarbeiter der SÜDCERT sind nur dann bindend, wenn sie von der SÜDCERT schriftlich bestätigt werden. Dies gilt auch für Abänderungen dieser Klausel.

4.6.2. Fristen, Verzug, Unmöglichkeit 

Die von der SÜDCERT angegebenen Auftragsfristen sind unverbindlich, es sei denn, die Verbindlichkeit ist schriftlich vereinbart. Sofern die SÜDCERT eine verbindliche Auftragsfrist, aus Gründen die sie zu vertreten hat, überschreitet und dadurch in Verzug gerät, ist der Auftraggeber berechtigt, soweit er wegen des Verzugs einen Schaden erlitten hat, für jede vollendete Woche Verzug eine Entschädigung von 1% des rückständigen Auftragswertes bis zu einer Höhe von 25% geltend zu machen. Setzt der Auftraggeber der SÜDCERT während des Verzugs eine angemessene Nachfrist und lässt die SÜDCERT diese aus von ihr zu vertretenden Gründen verstreichen oder wird die Leistung aus einem von ihr zu vertretenden Grund unmöglich, so ist der Auftraggeber berechtigt vom Vertrag zurückzutreten. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

4.6.3. Gewährleistung und Haftung

Die Gewährleistung der SÜDCERT umfasst nur die ihr gemäß Nr. 3 ausdrücklich in Auftrag gegebenen Leistungen. Die Gewährleistungspflicht und die rechtliche Verantwortung Dritten gegenüber werden weder eingeschränkt noch übernommen. Die Gewährleistungspflicht der SÜDCERT ist beschränkt auf die Nachbesserung eines Fehlers oder Mangels und bei Fehlen einer zugesicherten Eigenschaft auf die Herbeiführung dieser Eigenschaft innerhalb angemessener Frist. Schlägt die Nachbesserung oder Herbeiführung der Eigenschaft fehl, d.h. wird sie unmöglich oder dem Auftraggeber unzumutbar oder von der SÜDCERT unberechtigt verweigert oder ungebührlich verzögert, ist der Auftraggeber nach seiner Wahl berechtigt, Herabsetzung der Vergütung oder Rückgängigmachung des Vertrags zu verlangen. Eine Haftung für bestimmte Eigenschaften, insbesondere dafür, dass die Leistung für die Zwecke des Auftraggebers geeignet ist, übernimmt die SÜDCERT nur, wenn eine entsprechende Zusicherung der betreffenden Eigenschaft erfolgt ist. Eine Haftung für Mangelfolgeschäden aus positiver Vertragsverletzung aufgrund zugesicherter Eigenschaften ist ausgeschlossen, sofern die Zusicherung nicht gerade vor solchen Folgeschäden schützen sollte. Diese Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter der SÜDCERT und die von ihr eingeschalteten Auditoren und Experten.

4.6.4. Ausschluss weitergehender Haftung und Ansprüche

Alle weiteren Ansprüche des Auftraggebers für unmittelbaren und mittelbaren Schaden - gleich aus welchem Rechtsgrund - insbesondere Ansprüche auf Schadenersatz wegen positiver Vertragsverletzung oder aus unerlaubter Handlung und auf Ersatz von Schäden, die nicht an dem Auftragsgegenstand selbst entstanden sind, sind ausgeschlossen, soweit sie über die in Nr. 4.6.3 von der SÜDCERT übernommene Haftung und Gewährleistung hinausgehen. Die Haftung der SÜDCERT in Fällen des Vorsatzes, der groben Fahrlässigkeit oder bei Körperschäden bleibt unberührt. Dies gilt auch im Hinblick auf die persönliche Haftung der Mitarbeiter der SÜDCERT sowie der von ihr eingeschalteten Auditoren und Experten. 

4.6.5. Zahlungsbedingungen und Preise

Für die Berechnung der Leistungen gilt das jeweils gültige Angebot. Die Entgelte sind bis zum auf der Rechnung ausgedruckten Termin zur Zahlung fällig. Während des Verzugs des Auftraggebers hat die SÜDCERT für den offenen Rechnungsbetrag einen Zinsanspruch gegen den Auftraggeber in Höhe von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Der Auftraggeber kommt durch Mahnung oder spätestens 30 Tage nach Zugang der Rechnung in Vollzug. Die gesetzliche Umsatzsteuer wird in der bis zur abschließenden Durchführung des Auftrages jeweils gültigen gesetzlichen Höhe zusätzlich zu den Entgelten erhoben und bei Rechnungserstellung gesondert ausgewiesen. Beanstandungen unserer Rechnungen sind innerhalb einer Ausschlussfrist von 14 Tagen nach Erhalt der Rechnung schriftlich begründet mitzuteilen. 

4.6.6. Geheimhaltung, Urheberrecht, Datenschutz  

Von schriftlichen Unterlagen, die der SÜDCERT zur Einsicht überlassen und die für die Durchführung des Auftrags von Bedeutung sind, darf die SÜDCERT Abschriften zu den Akten nehmen. Die SÜDCERT behält sich das Urheberrecht an den von ihr erstellten Gutachten, Prüfungsergebnissen und Zertifikaten vor. Die SÜDCERT, ihre Mitarbeiter und die von ihr eingeschalteten Auditoren dürfen Betriebs- und Geschäftsverhältnisse, die bei der Ausübung der Tätigkeit zur Kenntnis gelangen, nicht unbefugt offenbaren oder verwerten. 

4.6.7. Gerichtsstand, Erfüllungsort, anzuwendendes Recht, Geltungsbereich

Gerichtsstand ist Kaufbeuren und Erfüllungsort ist Marktoberdorf. Anzuwenden ist das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Kollisionsrechts des Internationalen Privatrechts (IPR) sowie des UN-Kaufrechts (CISG). Diese Geschäftsbedingungen gelten nur gegenüber Unternehmen, Kaufleuten, sowie allen juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögens.

Stand: 01.06.2016